Der Warnstreik im öffentlichen Dienst hat am Montag für zahlreiche Behinderungen in Niedersachsen gesorgt.
Alle Räder stehen still, weil Verdi es so will: Stau in der Brühlstraße in Hannovers Innenstadt.
Zu langen Staus kam es unter anderem in Hannover: Weil dort sämtliche rund 1000 Bus- und U-Bahn-Fahrer die Arbeit niederlegten, mussten die Pendler auf Autos umsteigen. Die Folge waren verstopfte Haupteinfallstraßen. Auch in Braunschweig, Wolfsburg und Göttingen blieben Busse und Bahnen in den Depots. Dort kam der Nahverkehr teilweise ebenfalls zum Erliegen, berichtete die Gewerkschaft Verdi.
Die Schulen konnten ihren Unterricht nach eigenen Angaben aber trotzdem weitgehend pünktlich beginnen. Nur vereinzelt ließen Eltern wie an einer Hauptschule in Braunschweig ihre Kinder zu Hause. Gestreikt wurde auch in vielen anderen Einrichtungen: Kindergärten und Behörden blieben geschlossen, in Krankenhäusern und bei den kommunalen Energieversorgern wurde eingeschränkt gearbeitet. In mehreren Kliniken mussten geplante Operationen wegen des Warnstreiks verschoben werden.
Norddeutschland war am Montag der Schwerpunkt der Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst. Mehr als 10 000 Teilnehmer wurden am Mittag in Hannover zur zentralen Großkundgebung mit Verdi-Chef Frank Bsirske erwartet. Hintergrund des Streiks sind die stockenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst: Die Gewerkschaften fordern Einkommenszuwächse von fünf Prozent für die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Die Arbeitgeber halten das für weit überzogen. Die Verhandlungen sollen am Mittwoch (10.) in Potsdam in die dritte Runde gehen.
Der Sprecher des Verdi-Landesbezirks Niedersachsen-Bremen, Ulf Birch, sagte, die Bürger hätten „erfreulich unaufgeregt“ auf die Aktionen reagiert. Nur wenige Menschen riefen nach seinen Angaben in den frühen Morgenstunden bei der Gewerkschaft an, um sich zu beschweren. Der Verdi-Sprecher versicherte, trotz der Arbeitsniederlegungen bei den Energieversorgern sei die Gas- und Stromversorgung gesichert.
Von den Streiks profitierten unter anderem die Taxifahrer. Dort kam es an vielen Warteständen immer wieder zu Diskussionen unter den Gästen, die in langen Schlangen auf ein Taxi warteten. „Alles was fahren darf, fährt“, sagte Wolfgang Pettau, Geschäftsführer eines Taxiunternehmens in Hannover. Sehr viele Kunden hätten bereits in der vergangenen Woche ihre Taxen vorbestellt. Dennoch ließen sich Wartezeiten nicht vermeiden. „Die Nachfrage ist etwa doppelt so hoch wie die Anzahl der Autos.“
Der Präsident der Region Hannover, Hauke Jagau (SPD), kritisierte vor allem den Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr. „Die Verantwortlichen müssen sich auf ihre Verantwortung besinnen. Es kann nicht sein, dass man die Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg bei dieser Witterung einer besonderen Gefahr aussetzt“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht erfüllbar. Mehrausgaben durch eine höhere Bezahlung für die Beschäftigten müssten durch Streichungen an anderer Stelle wieder aufgefangen werden. „Wir können kein Geld drucken“, sagte Jagau. lni
Kommentare
ÖPNV-Warnstreik ÖPNV-Nutzer – 09.02.10
Alle Monatskartenbesitzer steht es frei, bei der Üstra um eine eintägige Verlängerung der Monatskartengültigkeit nachzufragen, bzw. um ein Tageseinzelticket für den entsprechenden Geltungsbereich.Damit könnten Betroffene zumindest für die am Montag entgangene Beförderungsleistung schnell und unbürokratisch entschädigt werden.
Wenn das Verkehrsunternehmen seine Mitarbeiter so schlecht entlohnt, dass sie für höhere Löhne streiken müssen, dann ist es angemessen, dass die den Kunden entstandenen Nachteile im Rahmen des möglichen ausgeglichen werden.
Meine entsprechenden Versuche wurden zwar bislang abgelehnt, aber führten immer wieder zu interessanten Gesprächen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
STEFFI T. Ich – 09.02.10
@Steffi T :Wenn Du 2 Kinder hättest würdest Du in der von Dir beschriebenen Situation sicher NICHT den Kopf schütteln.
Seid froh das ihr überhaupt arbeiten gehen dürft.
Was kommt denn nach den 5 Prozent?
Mit deiner Aussage trittst Du allen Menschen vor den Kopf die für mieses Geld versuchen ihre Familie zu ernähren.
Denk mal drüber nach Teenie Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
UNVERSTÄNDLICH ... – 09.02.10
Ich habe jahrelang im öffentlichen Dienst gearbeitet und kann das nicht verstehen! Fairer Weise muss man hier jedoch auch mal sagen, dass die angesprochnen 5% für ein Gesamtpaket stehen! Trotzdem, seit froh das Ihr im öffentlichen Dienst arbeitet! Glaubt Ihr den in der Industrie geht es besser? Die Arbeitsplatzsorgen sind hier hier genauso stark wie die Angst im öfftl. Dienst vor der Privatisierung. Und in Zeiten in denen Millionen von Menschen in Kurzarbeit versuchen über die Runden zu kommen und um Ihren Arbeitsplatz bangen, sollte man sich im öffentlichen Dienst fragen, ob 5% (auch wenn es ein Gesamtpaket ist) noch maßvoll sind. Und an dieser Stelle einmal an einige Autoren hier... auch in der freien Wirtschaft muss man teilweise Nachts raus! Brötchen backen sich nicht von selber und wer glaubt das Nachts bei der Industrie die Bänder stillstehen lebt in einer Traumwelt! Fazit: Ich kann die Forderung nach mehr Gehalt und Sozialleistungen zwar verstehen, aber dann doch bitte im Rahmen. 5% sind zuviel!P.s.: Habe gelesen das man im öffentlichen Dienst seit Jahren Nullrunden fährt. Es gab zwar keine tabellenwirksame Erhöhung, wohl aber Einmalzahlungen! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
streik icke – 08.02.10
jaja immer schön meckern... dass die leute im öffentlichen verkehr jeden tag nachts um 2 uhr rausmüssen, um die leute zur arbeit zu fahren und sich körperlich kaputt machen durch den schichtdienst ist auch nur zweitrangig?!die bezahlung für den job ist nicht gerade so üppig, dass man dadurch reich wird. in der heutigen zeit werden die arbeiter durch die schlechten tarifverträge so billig abgespeist, dass sie kaum noch eine familie ernähren können... ich finde den streik absolut gerechtfertigt... außerdem kann man immer einen tag streik überbrücken, um zur arbeit oder sonstwohin zu kommen, zumal der streik schon 5 tage im voraus veröffentlicht wurde... 1992 wurde über 10 tage gestreikt... schon vergessen? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@Volker Manne – 08.02.10
Volker,da Du Dich ja anscheinend für etwas besseres hälst,verrat uns doch bitte mal Deinen Beruf. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
@ div. wegen Dumme Fahrer? W.S. – 08.02.10
Ich hab mich mal bei der Üstra wegen eines beleidigenden Fehlverhaltens eines Fahrers persönlich beschwert. U. a. wurde mir da mitgeteilt, das man nun mal nehmen müsse, was man bekomme... da kann sich nun jeder seine eigene Meinung darüber bilden... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenpeinliche nummer dieser heide petit – 08.02.10
ui ui ui da kleben aber viele an herrlein bsirskes lippen.haben sie keine eigenen krativeren ideen, als diese veraltete methode streik. tja, so ein spaziergang an der frischn luft tut gut, wenn man ansonsten den ganzen tag im beheizten rum sitzen müsste. und heut haben wir mal so richtig gekämpft. ab in die uni. da ist es angebracht zu streiken. aber im öffentlichen dienst, tut man dienst, oder nicht?? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Streik zu früh uwe k. – 08.02.10
Der Sterik kommt doch viel zu früh. Die Verhandlungen haben noch nicht richtig angefangen und schon wird gestreikt. Ich war heute morgen zwei Stunden unterwegs, um meine beiden Söhne zu zwei unterschiedlichen Schulen zu bringen! Es war eine Katastrophe und wenn ich nicht so eine verständnisvolle Chefin hätte, wäre wegen meiner Verspätung auch noch eine Abmahnung fällig! Ich habe Verstädndis für Lohnforderungen, aber überhaupt kein Verständnis für diesen Streik und verdi!!!! Alle, die keinen sicheren Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst haben, sind die Leidtragenden solcher Aktionen. Aber das interessiert verdi doch nicht. Bei solchen Vorgehensweisen von verdi, kann ich nur den puren Egoismus der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sehen! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden@ Mariv Steffi T. – 08.02.10
Hallo Marvinkann dir nur voll zustimmen, alle sind am meckern aber keiner bekommt den Arsch hoch. Wenn ich hier lese, das andere für weniger arbeiten gehe und froh sind über einen Job, der miese Arbeitszeiten und Entlohnung hat, kann ich nur den Kopf schütteln. Anstatt etwas dagegen nzutun, spielt man den großen da oben nur in die Hände! Wenn sich alle mal zusammen tun würden, würde sich auch was ändern in diesem Land. Aber nein immer schön ducken und am Stammtisch die große Klappe haben!!! Armes Deutschland!!!
Es geht nicht nur um mehr Lohn, sondern um Übernahme der Lehrlinge, alters Teilzeit ect. Was ein Paket von 5% heisen würde.
Ach und die Fahrtkosten zur Arbeit kann man in diesem unserem Lande von der Steuer absetzen oder man hätte Fahrgemeinschaften bilden können oder oder oder...
Diesem Land würde mehr Solidarität ganz gut stehen!!!
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Volksverdummung Marvin – 08.02.10
Also alle die hier meckern, sollten mal genau nachdenken. Es geht doch nicht nur darum, mehr Lohn zu bekommen, sondern um viel mehr. Jagau sagt, mann könne kein Geld drucken, abber bei einem Paket für die Banken, da geht das...Es sollten die Menschen sich mal zusammenschließen, egal zu welcher Gewerkschaft oder so sie gehören und endlich auf die Straße gehen, aber dafür geht es wohl allen noch zu gut. Keiner kriegt den arsch auf die Straße, aber motzen könnt Ihr alle. Dann müßt Ihr euren Forderungen und Wünschen auch mal Nachdruck verleihen. Was ist nur aus allen geworden, die z.B in den 60ern und 70ern noch Arsch in der Hose hatten ??? Sitzen heute auf Ihrem Akademikerstuhl...
Also, geht endlich alle gemeinsam auf die Straße und heizt den politikern mal ein bißchen ein...
Das mußte mal gesagt werden !!! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Abgase Micha – 08.02.10
Wenn man bedenkt, dass man nur mit der grünen Plakette in unsere sogenannte Umweltzone fahren darf und dann sieht, wie die Autos reihenweise im Stau stehen und die Abgase tausendfach gen Himmel stinken, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Einmal tief durchatmen bitte... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenTrotzdem, oder grade deswegen Theodor M. – 08.02.10
Ich halte den Streik für nicht gerechtfertigt;Schauen wir mal was jemand (Heute) im Einzelhandel verdient: Wenns ein "guter" Verdienst ist ca. 10€/Std.
Un diese Leute stehen auch jeden Tag auf der Matte.
Daran sollte die Streikende Üstra mal denken. Sollte die Forderung durchgesetzt werden, steigen die Fahrpreise und Personal wird abgebaut. Wer darf das ausbaden? Richtig die kleinen Leute.
Streikende Üstramitarbeiter denken zu kurz. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Volker B Stephan B – 08.02.10
.... und Sie (Volker B) haben vermutlich die Weisheit mit Löffeln gefressen..... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenüstra darf doch wohl auch streiken!! Nadine – 08.02.10
Lieber Volker,wieso sollten die busfahrer oder stadtbahnfahrer schlecht in der schule gewesen sein. dies ist ein guter beruf wie jeder andere auch, worin man auch eine 3jährige ausbildung absolvieren kann. es stört dich dass sie streiken, aber du beleidigst die fahrer, denn ohne diese menschen würde hannover jeden tag still stehen.deine einstellung ist nicht akzeptabel. und wenn du wirklich ahnung hast,dann wüsstest du dass trotzdem ärzte in den krankenhäuser sind und helfen. auch die arbeitnehmer des öffentlichen dienstes haben ein recht auf forderung und auf einen streik. nur in diesem fall fällt es halt mehr auf als in anderen berufsfeldern.
du hast deine meinung, aber vielleicht solltest du nicht von vorurteilen geprägt sein und dich auch in die lage dieser angestellten vetsetzen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Öffis Streik Martin Wolgast – 08.02.10
Der Bus 370 fährt teilwese noch, weil er von der Fa. Grund bedient wird. Auskünfte gibt die Fa. Grund.Martin Wolgast Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Bernd Volker B – 08.02.10
Ich wusste gar nicht das das Fahrpersonal aus der von Ihnen beschriebenen Schule kommt. Dann kann ich nachvollziehen, das alle den geltungssüchtigen Gerwerkschaftsbonzen hinterher rennen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenNaja... Frank – 08.02.10
Ich habe kein Verständnis. Es gibt Leute die mit viel weinger Geld leben müssen aber ebenso harte Arbeit leisten. Man sollte froh sein einen Job zu haben in heutiger Zeit. Und schaden tun sie so nur den Bürgern und kleinen Leuten und verschlimmern das Problem noch, der Üstra etc. kann es reicht sein. Sparen sie soch heute einen haufen Geld Betriebskosten obwohl bezahlte Mobilcards weiterhin gelten. Der Kunde ist der Bestrafte...Jedoch der Kommentar das Bus und Bahnfahrer versager wären ist echt eine unverschämtheit. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Alle zahlen! W.S. – 08.02.10
Ein Irrsinn von verdi! Mehr Lohn für Üstra heißt auch höhere Fahrpreise und im versteckten einen weiteren Stellenabbau! Ich selbst darf meine Monatskarte an Tagen wie heute weiter bezahlen und auch noch die Benzinkosten für den Weg zur Arbeit und - verdi sei Dank - den Anranzer vom Chef fürs unverschuldete Zuspätkommen einstecken! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenVolker B. Bernd – 08.02.10
Auf der Behindertenschule kann man nicht versagen! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldendie Üstra freut sich... Volker B – 08.02.10
....fast keine Betriebskosten heute, aber die Mobilcard-Inhaber zahlen trotzdem. Die Verkehrsbetriebe haben keinen Schaden, im Gegenteil. Wer sind die gearschten, die Kunden. Ich schreib es heute nochmal: Hoffentlich muss von den Streikenden oder besser von den Gewerkschaftsbonzen einer als Notfall ins Krankenhaus, und da steht nur "wir streiken". Oder Ihr kommt erst gar nicht durch das Verkehrschaos dahin. Viellcht spendiert Bsirske Euch ja nen Lufthansaflug erster Klasse...Wenn ich in der Schule versagt hätte, wäre ich heute bestimmt auch Bus oder Stadtbahnfahrer!! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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