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Geld beim Gottesdienst

"Ich will die fünf Euro!"

Fünf Euro für ein Halleluja – damit lockte Sonntagabend die Lutherkirche (Nordstadt). Und mehr als 300 Menschen wollten sich den Geldschein sichern - nicht alle für einen guten Zweck.

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Hannover. „Das sind viel mehr als erwartet“, meinte Pastor Peter Gundlack. Mit etwa rund 200 Besuchern hatte er gerechnet. Das Geldgeschenk sollte nicht vorrangig sein Gotteshaus füllen – was es natürlich trotzdem tat – sondern Besucher zum Nachdenken anregen: Was kann ich mit dem Geld tun? Wie kann ich es vermehren? Mit diesen Fragen sollten sich die Beschenkten auseinandersetzen – und bestenfalls bei einem Gottesdienst im Dezember wieder Geld an die Kirche zurückzahlen.

Ob diese Rechnung aufgeht, scheint nach der gestrigen Veranstaltung jedoch fraglich: Jugendliche waren dabei, die das Geld nach eigenen Angaben nur für den nächsten Kinobesuch einstecken wollten. Sogar Punks kamen in die Kirche, um die Banknote abzugreifen. „Los jetzt. Ich will die fünf Euro“, rief gleich zu Beginn des Gottesdienst einer der Besucher. Mit solchen Szenen hatten die Gemeindemitglieder offenbar nicht gerechnet.

Immerhin konnte der Gottesdienst, nachdem einige Schreihälse das Geld sofort erhalten hatten, beginnen. Die übrigen Gäste bekamen wie geplant erst am Ende einen Briefumschlag mit Geldschein und einer biblischen Geschichte.

Mit der ungewöhnlichen Aktion wollte die Kirche das Gleichnis „Von den anvertrauten Pfunden“ aus dem Lukas-Evangelium nachstellen. Darin vertraut ein Fürst seinen Knechten Geld an und prüft anschließend, wie sie damit umgegangen sind.


  • Church Ursula – 16.09.09
    Gute Aktion, da konnten sie sich gleich beim Muffin-Mann Stärken und waren wieder gestärkt für die nächsten Pöbeleien. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Mut und Zuversicht anstatt Verzagtheit Markus4 – 15.09.09
    Die NP sollte sich fragen, warum sie gerade diesen reisserischen Titel ausgewählt hat. Steigerung der Verkaufszahlen? Dann wären die pauschalen Vorwürfe gegen soziale Randgruppen wohl völlig fehl am Platz. Die Hintergründe der Aktion werden nur unzureichend wiedergegen und sind darüber hinaus noch unzureichend recherchiert. Geld gab es nicht am Ende des Gottesdienstes sondern direkt im Anschluss an die Predigt. Das es Menschen gibt, die dieses Angebot ausnutzen könnten war den Gottesdienstmachern durchaus bewusst. Die Aktion läuft noch bis 13. Dezember. Durchaus möglich, dass sich einige noch umentscheiden, wenn sie erfahren, in welch herablassenden Weise sie hier beschimpft werden. Gruß an Rxt und Henrike. Ihr habt das völlig richtig erkannt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Geld für Gottesdienst Dago – 14.09.09
    Zum Glück können wir in unserem Land unsere Meinung frei äußern. Auch wenn mir Kommentare anderer "Autoren" nicht gefallen, ich muss sie tolerieren. Wenn eine Kirche auf diese Art auf sich aufmerkasm macht, um Menschen zum Nachdenken anzuregen - na ja - muss man nicht gut finden. Schwarze Schafe - in diesem Fall diejenigen, denen es nur um die fünf Euro ging, gibt es immer. Ich persönlich bin Christin und mir muss man kein Geld zahlen, damit ich den Gottesdienst besuche. Ich tue es jeden Sonntag - freiwillig!! In unserer Baptistengemeinde sind Gäste jederzeit willkommen. Wir haben jeden Sonntag ein tolles Event, das es nicht nötig hat Besucher mit Geld zu locken:-)) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Geld in der Kirche Lars1967 – 14.09.09
    Den Kommetar von dieser Ursula kann man getrost als eine Frechheit bezeichnen. Waren Sie überhaupt schon mal in der Nordstadt? Ich wohne mittlerweile seit 15 Jahren dort und fühle mich nach wie vor sehr wohl. Glauben Sie allen ernstes, daß die Aktion in anderen Stadtteilen anders gelaufen wäre?
    Ich will nicht sagen, daß ich hinter der Aktion in der Lutherkirche stehe, das hat aber andere Gründe. Deshalb aber einen ganzen Stadtteil zu verunglimpfen, zeugt von einer ziemlichen Arroganz und Intoleranz. Mich würde interessieren, wie zum einen die Aktion der Lutherkirche weiter geht und zum anderen, wo diese Ursula wohnt.

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  • Und wie das Geld verleitet Rxt – 14.09.09
    Ich glaube die Kirche war sich schon bewusst was sie da tat. Es war nahezu logisch, das verschiedene Leute diese Aktion ausnutzen würden. Ich denke, wenn auch nur einer derer etwas über das Gleichnis nachdedacht hat, dann wurde das Ziel schon erreicht. Es ist übrigens auch sehr unchristlich und auch zu einfach, vielleicht sogar primitiv gedacht, allen zu unterstellen, sie wären wegen dem Geld da gewesen. Sicher nicht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • mutig und phantasievoll Henrike – 14.09.09
    Also ich finde die Aktion (als eine einmalige) witzig. Sie sorgt für Aufmerksamkeit und kontroverse Disskusionen.Und es sind bestimmt sehr viele Besucher zum Nachdenken angeregt worden. Alle sicherlich nicht und das war den Initiatoren wahrscheinlich auch vorher klar. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Kirchenschenkung Nordstädter – 13.09.09
    Hey, nichts gegen die Nordstadt. Ich wusste von der Aktion und bin nicht hingegangen, wie jeder vernünftige wohl auch... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Spendengabe schorse – 13.09.09
    Ein dümmlicher Einfall der Kirche
    so war es doch abzusehen das nur
    sozial Schwache und asiozale sich
    das Geld schnappen hoffentlich hat
    man aus der Aktion gelernt und
    die Kirchen unterlassen zukünftig
    solche Aktionen
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Spenden Ursula – 13.09.09
    Die Nordstädter zum Denken anregen kann sehr Schwierig sein und wie sie Schmarotzen haben sie in die Wiege gelegt bekommen, ich Glaube, so viele Moslems waren noch nie in einer Kirche *g*.
    Die meisten hatten, die Kirche mit einem Sozialamt verwechselt: sie wollen ihr Geld, daß steht ihn zu.
    Der Stadtteil ist unter aller S..

    Ich bin mal gespannt wieviel Gespendet wurde von diesen Sozial benachteiligten, wahrscheinlich haben sie sich doch lieber selbst etwas Gespendet.
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  • Peinlich Klaus – 13.09.09
    Einfach nur peinlich sowas - sowohl für die Kirche, die offensichtlich ihr Gotteshaus nur noch "vollkaufen" kann, als auch für die, die sich kaufen lassen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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