Wegen eines defekten Abluftrohres an einer Heizungsanlage erlitt eine 57-Jährige in Garbsen eine lebensgefährliche Kohlenmonoxidvergiftung.
In diesem Haus in Meyenfeld geschah das Unglück
VON MIRJANA CVJETKOVIC
„Ich habe einen Schutzengel gehabt.“ Erika Leopold (57) war am Sonntag erst seit ein paar Stunden wieder zurück zu Hause an der Leistlingstraße in Meyenfeld (Garbsen). Die 57-Jährige hatte Sonnabendmittag eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten und die folgenden 24 Stunden im Krankenhaus verbracht.
Die Leopolds haben seit eineinhalb Jahren eine moderne Holzpelletsheizung – „wir wollten etwas für die Umwelt tun“, so die Besitzerin. Doch ihr Sinn für die Natur wurde ihr beinahe zum Verhängnis: In einem Abluftrohr hatte sich so viel Ruß gesammelt, dass Schadstoffe nicht richtig abziehen konnten.
Folge: Im Keller qualmte es stark, giftiges Kohlenmonoxid bildete sich. „Ein Schornsteinfeger hatte sich für Dienstag angemeldet, aber mein Mann Alfred sowie Monteure versuchten trotzdem, dass Problem zu beheben – vergeblich“, erzählte Leopold am Sonntag der NP.
Erika Leopold war allein zu Hause und nahm Wäsche im Keller ab. Als sie anschließend essen wollte, wurde ihr übel. „Ich bekam furchtbare Kopfschmerzen und Panikattacken.“ Sie rief ihre Schwiegertochter an und als diese zehn Minuten später eintraf, hatten auch schon Rauchmelder angeschlagen.
Vor dem Haus rang die 57-Jährige nach Luft. Sanitäter brachten sie wenig später ins Krankenhaus. Über den Ausgang der Geschichte ist sie aber erleichtert: „Es war eine Verkettung unglücklicher Umstände. Hätten wir geschlafen, wären wir möglicherweise erstickt.“
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